Viertelfinale im Landespokal Frauenfußball TSV Spitzkunnersdorf – TKV Flöha 6:0 (4:0)

 

 

Im Viertelfinale des Sachsenpokals im Frauenfußball unterlag die Elf des TKV Flöha beim TSV Spitzkunnersdorf eindeutig mit 0:6 (0:4)Toren. Schon ein Blick auf die Flöhaer Aufstellung in diesem Pokalspiel verriet, dass ein erneuter Einzug des TKV in das Halbfinale des Landespokals an diesem Tag utopisch sein würde. Zu viele Stammspielerinnen konnten die Reise in die Oberlausitz nicht mit antreten. Von Beginn an zeigten die Gastgeberinnen ihre Gefährlichkeit gegen eine völlig umformierte Flöhaer Abwehr. Vor allem im Mittelfeld konnten sie nach Belieben schalten und walten. Tore waren unter diesen Umständen nur eine Frage der Zeit. Die Gäste hingegen waren in der ersten Hälfte nur mit sich selbst beschäftigt. Die vier Gegentore spiegelten in diesem Spielabschnitt die Spitzkunnersdorfer Überlegenheit realistisch wider.     

Mit Beginn der zweiten Hälfte ging ein Ruck durch die Flöhaer Mannschaft. Sie erspielte sich ihrerseits Chancen zur Ergebnisverbesserung. Tina Semanat Puente und die in dieser Partie in der zentralen Abwehr aufgebotene eigentliche Spielmacherin Annett Schneider vergaben dabei die dicksten Möglichkeiten. Nachdem diese ungenutzt blieben, übernahm Spitzkunnersdorf wieder das Kommando und legte zwei weitere Treffer nach. Einen gewissen Anteil an der Höhe des Spitzkunnersdorfer Erfolges hatte in diesem Spiel leider auch das Schiedsrichterkollektiv. Zwei Treffer der Gastgeberinnen fielen aus klarer Abseitsposition. Neben dem Flöhaer Negativergebnis gab es für die Gäste auch einige kleine Lichtblicke. Nach langer Krankheit zeigte die erstmals wieder aufgebotene Nadine Kuhnert ein tadelloses Spiel. Auch die erstmals überhaupt bei den Frauen spielende sechzehnjährige Nicole Wolf enttäuschte nicht. Da für Trainerin Renate Dünewald das Normale eingetroffen war, hielt sich auch deren Enttäuschung in Grenzen. „Natürlich waren bei dieser Aufstellung die Leistungsunterschiede innerhalb unseres Teams einfach zu groß, um diesem Gegner ernsthaft Paroli bieten zu können. In Bestbesetzung hätten wir hier durchaus eine Chance zum Weiterkommen gehabt. So müssen wir nach vorn schauen und mit unserem kleinen Kader in den entscheidenden Punktspielen das Optimale herausholen“, fasste sie den Tag zusammen.  

 

Spitzkunnersdorf: Petroll, Hänsch, Hänel, Stefanova, Rezacova(Stark), Tille, Hofmann (Krüger), Guschewski, Fornfeist, Jungmannova, Horeni,

TKV: Zähler, Röder, Schwarz, Albrecht, I., Semanat Puente, Wolf, Rösch, Kuhnert, Albrecht, F., Schneider, Porzig

 

Tore: 1:0 Hofmann (18.), 2:0 Tille (24.), 3:0, 4:0 Fornfeist (40., 43.), 5:0 Jungmannova (65.) 6:0 Stefanova (69.)

 

Schiedsrichter: Janke (Dresden)

 

Zuschauer: 85

 

 

Steffen Sieber (SSIR)