Landesliga Frauenfußball TKV Flöha – 1. FC Lok Leipzig
2. Mannschaft 1:5 (1:3)
Spätestens seit vergangenen Sonntag steckt die Frauenelf des TKV Flöha ganz tief im Abstiegskampf der Landesliga Sachsen. Im Heimspiel gegen die Reserve des Zweitbundesligisten 1. FC Lok Leipzig setzte es eine deftige 1:5 (1:3) Niederlage. Praktisch von Beginn an war klar, wer auf der Jahnhöhe als Sieger vom Feld gehen würde. Verstärkt mit vier Spielerinnen aus der Bundesligamannschaft erspielten sich die Messestädterinnen nicht nur eine klare Feldüberlegenheit, sondern kamen auch zu mehren guten Gelegenheiten in der Anfangsphase. Schon nach acht Minuten gerieten die Gastgeberinnen dann auch folgerichtig in Rückstand. Einem Lattentreffer von Lok in der zwölften Minute folgte nach einer Viertelstunde die erste Flöhaer Chance durch Nadine Rösch. Acht Minuten später hätte Nadine Künzel den Flöhaer Ausgleich machen müssen. Statt dessen schlugen die Gäste nach einer halben Stunde wieder erfolgreich zu. Das 0:2 war wunderschön herausgespielt. Danach begann eine relativ starke Phase des TKV. Lohn für die Flöhaer Bemühungen war der Anschlusstreffer von Nadine Künzel nach präziser Eingabe von Annett Schneider. Als man auf Flöhaer Seite nicht ganz unberechtigt mit dem Ausgleichstreffer liebäugelte, schlug Leipzig kurz vor der Pause wiederum zu. Nach einem Eckstoß ließ die Flöhaer Abwehr eine Leipziger Spielerin völlig unbedrängt einköpfen.
Nachdem die Gästetorhüterin unmittelbar nach Wiederanpfiff einen Schuss von Nadine Künzel mit letztem Einsatz entschärfen konnte, übernahm Lok wieder das Kommando. Der vierte Leipziger Treffer nach einer knappen Stunde Spielzeit war dann der endgültige Flöhaer Genickbruch, auch wenn Annett Schneider noch in der gleichen Minute einen weiteren Flöhaer Treffer auf dem Fuß hatte. Die Gäste spielten nun endgültig ihre läuferische Überlegenheit aus und hetzten die Flöhaer Abwehr von einer Verlegenheit in die andere. Der fünfte Leipziger Treffer, wiederum per Kopf erzielt, fiel somit folgerichtig. Trainerin Renate Dünewald nahm die Niederlage sportlich fair. „Dass wir gegen Lok zu so vielen Chancen gekommen sind, lag vor allem an der erstaunlich sorglosen Leipziger Abwehr. Im spielerischen, und vor allem läuferischen Vergleich trennten uns Welten vom Gegner. Wir liefen Lok nur hinterher und standen demzufolge immer zu weit weg vom Gegenspieler. Bis auf Torhüterin Cindy Zähler fand heute kaum eine Flöhaer Spielerin zur Normalform“, schätzte sie ein.
TKV: Zähler,
Albrecht,I. (80. Semanat Puente), Schwarz, Rudolph (61. Kuhnert), Graf, Künzel,
Rösch, Kloss, Grapp, Schneider, Porzig (36. Behl)
Lok: Meißner, Dohrmann, Streubel(50. Beyer), Breitung,
Rademacher, Börner, Blum, Frenzel (70. Wannagat), Vogg, Hädrich, Kleinfeld (76.
Hohmann)
Tore: 0:1, 1:4 Kleinfeld (8.,57.),
0:2 Blum (30.), 1:2 Künzel (34.), 1:3 Streubel (45.), 1:5 Vogg (60.)
Schiedsrichter: Aligt
(Hohenstein-Ernstthal)
Zuschauer: 40
Steffen Sieber (SSIR)