3. Punktspieltag der Landesliga im Frauenfußball, Post Leipzig – TKV Flöha 3:3 (2:0)

 

In der Landesliga der Frauen erreichte die Elf des TKV Flöha bei Post Leipzig lediglich ein 3:3 Unentschieden. Wie schon vorhergesagt, war diese Begegnung in keiner Beziehung mit dem klaren Pokalerfolg des TKV vor wenigen Wochen zu vergleichen. Das verbietet schon die personelle Besetzung der Gäste aus Flöha. Aus den unterschiedlichsten Gründen mussten sie die Reise mit nur zwölf Spielerinnen antreten. Vor allem in Abwehr und Mittelfeld waren die Umbesetzungen nicht zu kompensieren. Dazu kam, dass der Beginn der Partie total verschlafen wurde. So führten die Gastgeberinnen nach zwei Standardsituationen schon nach neun Minuten mit 2:0. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte war Flöha nicht in der Lage, das Spiel an sich zu reißen und die Gastgeberinnen unter Druck zu setzen. Es fehlte dazu einfach an Spielwitz und Laufbereitschaft. Nachdem Trainerin Dünewald in der Pause etwas lauter als sonst wurde, zeigte die Ansprache schon kurz nach Wiederanpfiff Erfolg. Nach einem Eckball von Nadine Rösch erbarmte sich eine Leipziger Abwehrspielerin mit den Gästen und köpfte zum Flöhaer Anschlusstreffer in die eigenen Maschen. Nach einer knappen Stunde schien das Spiel zu Gunsten des TKV zu kippen. Nach einer Notbremse an Nadine Rösch verwandelte Annett Schneider den fälligen Strafstoß sicher zum Ausgleich. Jedoch schon zwei Minuten später schlugen die nach dem fälligen Platzverweis nur noch zu zehnt spielenden Leipzigerinnen zurück und gingen ihrerseits wieder in Führung. Keine drei Minuten später wurde wiederum Nadine Rösch im Strafraum von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß setzte Leslie Rudolph zum Entsetzen ihrer Mitspielerinnen nur an die Querlatte. Von da an versuchte der TKV aber wenigstens, die drohende Niederlage noch abzuwenden. Nadine Rösch und Nadine Künzel hatten nunmehr klare Gelegenheiten zum Ausgleich. Eine davon verwandelte die zuletzt Genannte zum Ausgleich sieben Minuten vor dem Abpfiff. Das Resümee der Flöhaer Trainerin fiel entsprechend bescheiden aus. „Gegen diesen Kontrahenten muss man drei Punkte mitnehmen. Was wir jedoch in der ersten Hälfte abgeliefert haben, war ganz schlimm. In dieser Phase fehlte es bei uns an allem. Nach der Pause wurde unser Spiel etwas konstruktiver, ohne tatsächlich zu dominieren. Das lag auch daran, dass die umformierte Defensive ihre Unruhe nie wirklich abstreifen konnte“, so ihre Kurzanalyse.

 

Post: Zeising, Tretschock, Kleszewski (Schlegel), Gründer, Kissmann, Grabo (Schlupp), Rudel, Schlichting, Trotz, Beck, Fischer

 

TKV: Zähler, Grapp, Röder (Puente-Semanat), Rudolph, Graf, Künzel, Rösch, Behl, Kloss, Schneider, Porzig

 

Tore: 1:0 Beck (6.), 2:0, 3:2 Fischer (9., 61.), 2:1 Schneider (48. FE), 2:2 Kissmann (59. ET), 3:3 Künzel

 

Schiedsrichter: Pöckelmann (Leipzig)

 

Zuschauer: 25

 

 

Steffen Sieber (SSIR)