24. Spieltag Landesliga Frauenfußball TKV Flöha – 1.
FC Lok Leipzig 2. 1:4 (1:3)
In ihrem vorletzten Heimspiel der Saison war die Frauenelf des TKV Flöha zu keiner Überraschung mehr fähig. Gegen die favorisierte Reserve des 1. FC Lok Leipzig setzte es eine klare 1:4 Niederlage. Um auf gleicher Augenhöhe mitspielen zu können, waren bei Flöha schon die personellen Probleme zu gravierend. Mit Julia Päßler, die eine schwere Knieverletzung erlitt, und Ronja Baumann fehlten beide Torhüterinnen. Auch Luisa Gomez-Olivera musste ihren geplanten Einsatz nach Verletzung erneut verschieben. Francis Albrecht kam beim Bezirkspokalendspiel der B-Juniorinnen zum Einsatz. Trotz dieser Probleme spielten die Gastgeberinnen in den ersten Minuten munter auf und gingen schon nach fünf Minuten in Führung. Eine Flanke von Nadine Künzel verwandelte Mannschaftskapitän Janine Berger direkt. Danach aber nahm die Leipziger Lok Fahrt auf. Ihre Überlegenheit im Mittelfeld ausnutzend, rissen sie immer wieder Lücken in die verunsicherte Flöhaer Abwehr. Schon nach einer halben Stunde hatten sie den frühen Rückstand in eine sichere Führung verwandelt. Die in Hälfte eins das Flöhaer Tor hütende Feldspielerin Annett Schneider traf bei den Gegentreffern noch die wenigste Schuld. Zu allem Unglück musste nach fünfundzwanzig Minuten auch noch Anja Behl verletzungsbedingt gegen die ebenfalls angeschlagene Nadine Rösch ausgewechselt werden. In der Halbzeitpause stellte Trainerin Dünewald die Mannschaft noch einmal um. Die unerfahrene Aline Hirsch wurde Torhüterin und Annett Schneider wechselte wieder in ihr angestammtes Mittelfeld. Mit Beginn der zweiten Hälfte kämpfte der TKV noch einmal um den Anschlusstreffer. Gegen die robuste Gästeabwehr fanden die Frauen von der Jahnhöhe aber keine Mittel, um ernsthafte Gefahr für das Leipziger Tor zu erzeugen. Lediglich zwei Distanzschüsse der immer besser werdenden Nadine Kuhnert, die das Ziel knapp verfehlten, verdienen Erwähnung. Nach und nach übernahm Lok wieder das Zepter. Dem Flöhaer Mittelfeld gingen die Kräfte aus. War der vierte Leipziger Treffer aus Flöhaer Sicht noch als unglücklich zu bezeichnen, konnte man sich am Ende bei den Leipziger Spielerinnen bedanken, dass es nicht noch eine richtige Demütigung wurde. Riesenchancen zu weiteren Toren waren jedenfalls vorhanden. Trainerin Renate Dünewald ging nach der Begegnung mit ihrer Mannschaft nicht zu hart zu Gericht. „Man hat gemerkt, dass wir die Ausfälle nicht kompensieren konnten. Zudem lassen am Ende einer nicht ganz einfachen Saison bei allen Spielerinnen die Kräfte nach. Trotzdem haben wir speziell im Mittelfeld gegen diesen abgeklärten Kontrahenten einfach zu sorglos gespielt und die Defensivarbeit nicht konsequent genug betrieben“, fügte sie der Leistung ihrer Elf an.
TKV: Schneider(46.
Hirsch), Röder, Schwarz, Rudolph, Graf, Künzel, Albrecht,I., Behl(25. Rösch),
Berger, Kuhnert, Kloss (46. Schneider)
Lok Leipzig: Meißner,
Reich (Kriebitzsch), Breitung, Börner, Dittrich (Gerhardt), Frenzel (Dietrich),
Dettner, Neuendorf, Ritter, Hädrich, Schumann
Tore: 1:0
Berger (5.), 1:1, 1:3, 1:4 Breitung (16., 30., 73.), 1:2 Hädrich (21.)
Schiedsrichter: Pomp
(Grumbach)
Zuschauer: 30
Im Pokalendspiel der B-Juniorinnen unterlagen die Kickerinnen der Spielgemeinschaft Post Chemnitz/TKV Flöha dem DFC Westsachsen Zwickau mit 0:2 Toren. Die Spielgemeinschaft hielt die Begegnung lange offen und hatte Mitte der zweiten Halbzeit gegen die spielerisch besseren Zwickauerinnen gute Möglichkeiten, selbst in Führung zu gehen. In der Schlussphase, als die Kräfte nachließen und damit auch die taktische Grundordnung verloren ging, kam Zwickau noch zum letztlich verdienten Erfolg.
Steffen Sieber (SSIR)